Aktionen

Diese Aktionen gibt es auch im echten Leben

Wenn dir das Spiel Spaß gemacht hat, dann hast du vielleicht auch Freude daran, dich in echten Projekten vor Ort zu engagieren. Werde aktiv in deiner Stadt oder Gemeinde, um der globalen Klimakrise etwas entgegen zu setzen und eine lebenswerte Zukunft mitzugestalten. Die Möglichkeiten sich einzubringen sind vielfältig.

Fahrradweg

Der Ausbau von Fahrradwegen ist die effektivste und kostengünstigste Möglichkeit für klimafreundliche Mobilität.
Kopenhagen ist die wohl fahrrad-freundlichste Stadt der Welt, hier fahren 40% der Bevölkerung mit dem Rad zur Arbeit und Ausbildung. Damit beweist die Stadt, dass verbesserte physische Infrastrukturen auch zu einem Mentalitätswandel beitragen.

Park statt Parkplatz

Seit einigen Jahren macht der Park(ing) Day in jährlichen Aktionen auf den zunehmenden Flächenverbrauch durch Autos in Innenstädten aufmerksam. An einem Tag werden Parkplätze kurzfristig zu Pflanzinseln, Cafés oder Fahrradstellplätzen umgestaltet. Diese temporäre Umgestaltung macht eine alternative Platzgestaltung erlebbar und regt zum Umdenken an. Städte wie Kopenhagen und Zürich verwirklichen diese Vision bereits durch den dauerhaften Rückbau von Parkplätzen.

Kostenloser ÖPNV

Wenn die öffentlichen Verkehrsmittel eindeutig die günstigste Wahl darstellt, lassen mehr Personen ihr Auto stehen. Das ist der einfache Gedanke hinter einem kostenlosen oder mindestens sehr kostengünstigen ÖPNV. Gleich-zeitig muss der öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden, um alle Bürger:innen zu erreichen. Städte wie das belgische Hasselt oder die estnische Hauptstadt Talinn haben so Unfälle und Lärm verringert und die Lebensqualität erhöht. Die Förderung solcher Projekte finan-ziert sich häufig über einen jährlichen sozial gestaffelten Pflichtbeitrag (wie beim studentischen Semesterticket), eine City-Maut oder höhere Parkplatzgebühren.

Autofreier Sonntag

Den ersten autofreien Sonntag gab es in Deutschland während der Ölkrise, als nur halb so viele Autos wie heute unterwegs waren. Das Konzept existiert auch heute noch in einigen Städten, in Brüssel beispielsweise gibt es mehrere autofreie Sonntage im Jahr. Auch mehrere deutsche Städte sperren ihre Innenstädte einmal im Jahr für Autos und zeigen, wie sich eine Stadt ohne Autos anfühlt. Das Spazieren und Skaten auf der Straße macht die Vision erlebbar und kann inneren Wandel anstoßen.

Solarzellen

Es ist dringend notwendig aus der Energiegewinnung durch Kohle auszusteigen, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Ein großer Erfolg war dafür das Erneuerbare-Energien-Gesetz aus den 90ern, das gute Rahmenbeding-ungen für regenerative Energien schuf. Die Photovoltaik wurde dadurch immer günstiger und leistungsstärker. Vor allem für Deutschland als rohstoffarmes Land ist es wichtig erneuerbare Energien auszubauen und so Unabhängigkeit von Energieimporten zu werden. Durch Solarzellen auf allen Dächern kann die Energieversorgung dezentralisiert und die Bürger können unabhängig von großen Energieunternehmen werden.

Gemeinwohl

Die Gemeinwohlökonomie ist ein Wirtschaftsmodell, das sich nicht mehr nur am BIP ausrichtet, sondern zusätzlich Werte wie Vertrauen, Wertschätzung, Solidarität und Kooperation mit einbezieht. Durch Gesetze und steuerliche Anreize sollen Unternehmen dazu bewogen werden ihr Wirtschaftsgewohnheiten umzustellen. Öffentlich zugängliche Gemeinwohl-Bilanzen könnten so eine Steuerverteilung und die Vergabe öffentlicher Aufträge bestimmen.

Permakultur

Die Permakultur ist eine Methode für nachhaltige Landwirtschaft. Ein naturnahes Kreislaufsystem, die Nutzung natürlicher Ressourcen und ein respektvoller und nachhaltiger Umgang mit der Natur stehen hier im Mittelpunkt.
Nach dem Vorbild sich selbst regulierender Ökosysteme werden durch mehr Handarbeit, weniger Technikeinsatz und ohne Pestizide vernetzte Systeme entwickelt, die gesündere Böden und einen höheren Ertrag zur Folge haben.
Flächen, die nach den Prinzipien der Permakultur, im Gegensatz zur Monokultur bewirtschaftet werden binden mehr CO2. Die Permakultur wird häufig in Verbindung mit solidarischer Landwirtschaft praktiziert und wird so oft von einer Gemeinschaft getragen.

City-Maut

In Städten wie London, Stockholm und Oslo wird dem Verkehrskollaps mit der City-Maut etwas entgegen gesetzt. Durch eine Einfahrtsgebühr soll das Verkehrsaufkommen werktags reduziert und die Mobilität auf ÖPNV, Fahrradfahren oder Laufen verschoben werden. Die City-Maut ist eine effektive Maßnahme um die Feinstaubbelastung zu verringern, den Verkehrsfluss zu optimieren und die ÖPNV zu fördern.

Tempolimit 30

Ein Tempo 30 in den Innenstädten als Regelgeschwindigkeit vorgegeben ist eine einfache, schnell umzusetzende, günstige und effektive Möglichkeit, um den Treibstoffverbrauch und Co2-Ausstoß zu verringern. Weitere Vorteile sind weniger gesundheitsschädigende Emissionen in den Wohngebieten, weniger Unfälle und wenige Straßenlärm und somit eine erhöhte Lebensqualität.

CO2

Kohlenstoffdioxid ist ein atmosphärisches Treibhausgas. Durch menschliche Aktivitäten, wie die Verbrennung fossiler Energieträger steigt der Co2-Anteil in der Atmosphäre zunehmend, was eine Verstärkung des Treibhauseffekts zur Folge hat und so die globale Erwärmung und den Klimawandel antreibt.

CO2 kompensieren

Durch verschiedene „Klimaschutzprojekte“ wie Investitionen in Energie-effizienz und Abfallmanagement oder Maßnahmen wie die Aufforstung von Wäldern, Baumpflanzaktionen oder dem Erhalt von Mooren lässt sich der Co2-Ausstoß kompensieren. Diese Kompensationsmöglichkeiten stellen einen wichtigen Beitrag dar, um das CO2 in der Atmosphäre zu reduzieren, noch wichtiger ist es aber, erst gar kein CO2 auszustoßen.

Regionalwährung

Um die nützlichen Eigenschaften des Geldes zu erhalten und die negativen zu beschränken gibt es das Konzept der Regionalwährung. Diese alternative, ortsgebundene Währung hält das Geld in der Region und ist ein Motor fürs Teilen, Tauschen und Kooperation. Durch kürzere Wertschöpfungsketten wird die lokale Wirtschaft und Identität gefördert, Umsätze bleiben größtenteils in der Region und ferne Spekulanten können kein Geld aus der Region leiten. Zudem macht eine lokale Währung ihre Region unabhängig vom globalen Finanzmarkt und resistenter für Krisenzeiten.

Gesetze ändern

Als Bürger:in kann man mit lokalpolitischem Engagement viel erreichen, doch einiges wird durch bundes- und landesweite Gesetze gesteuert. Auf dieser Ebene kann durch Petitionen, Kampagnen, Demonstrationen und aktivistische Aktionen Druck auf die politische Debatte und Entscheidungsträger ausgeübt werden und ein Thema immer wieder auf die öffentliche und politische Agenda gebracht werden.

Zwei Konzepte, die das Spiel maßgeblich beeinflusst haben:

Transition Town (dt.: Städte im Wandel, nach Rob Hopkins)

http://www.robhopkins.net

https://www.transition-initiativen.org

Ökoroutine (inkl. Wirtschaftsförderung 4.0, nach Michael Kopatz)

http://www.oekoroutine.de

www.wirtschaftsfoerderungviernull.de